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Realistisches Mauerwerk

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Einführung in die Materie

Bei Interesse kann das erforderliche Material hier im Shop bestellt werden, bitte hier klicken!

Um mit dem Material und der Handhabung vertraut zu werden, hier einige wichtige Hinweise. Mit Pulver in drei Farbtönen und den entsprechenden Schablonen lassen sich Ziegel - und Natursteinwände am Puppenhaus gestalten.

Nach der Einführung folgt die  detaillierte Schritt für Schritt - Anleitung in Wort und Bild.

Vor dem Beginn ist es wichtig zu wissen, dass der "Realistic Brick Compound" ein sehr einfach zu bearbeitendes Material ist. Der Schlüssel zur Benutzerfreundlichkeit ist die Lufttrocknung der Masse, die daher eine fast unbegrenzte Arbeitszeit ermöglicht. Es wird beim Arbeiten sehr wenig Material (Pulver) verschwendet, da durch Hinzusetzen von Wasser das Pulver immer weiter verwendet werden kann. Wenn ein Fehler passiert, gibt es keinen Grund zur Sorge, denn die Masse läßt sich einfach abkratzen und weiter verwenden. Die Wand wird durch Abwischen wieder sauber und es kann ein neuer Versuch unternommen werden.

Dieses Material eignet sich für die Fertigung von Sichtziegel - und Feldsteinmauerwerk an Hausfassaden, Gartenmauern, Kellergeschossen, Fachwerkhäusern, Schlössern, Burgen, Scheunen und Ställen. Ihrer Pantasie sind keine Grenzen gesetzt, so dass das Experimentieren sehr viel Freude und Spaß mit sich bringt. Das Material ist sehr vielseitig und mit ein wenig Übung und Erfahrung können Nutzer ihre spezielle Technik entwickeln und somit einzigartige Effekte erzielen.

Das Grundprinzip ist sehr einfach und und unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Arbeiten mit Schablonen. Der einzige wirkliche Unterschied ist, dass an Stelle von Farbe ein speziell eingefärbtes Pulver, das mit Wasser zu einem Brei angerührt,  verwendet wird.

Die "Mörtelfugen" werden  v o r  dem Auftrag der Masse durch den Farbanstrich bestimmt. WICHTIG: Die Grundierung der Puppenhauswand ist für die späteren Mörtelfugen ausschlaggebend, weshalb der passende Farbton gut gewählt werden sollte.

Als Kleber ist ein "ablösbarer" Sprühkleber zu verwenden, den ich nicht anbieten kann, da er aus England nicht verschickt werden darf. (Aus Sicherheitsgründen wegen Explosionsgefahr/Frachtflugzeug) Bei Otto-Versand gibt es diesen wieder ablösbaren Sprühkleber, oder auch in guten Bastelläden.

Danach wird die Schablone aufgeklebt (nicht dauerhaft) und die Masse aufgetragen. Noch frisch wird die Schablone wieder abgezogen und der Abschnitt der Trocknung überlassen. Erst danach werden Fenster und Türen eingebaut. Die Schablonen sind aus Kunststoff und können immer wieder weiter verwendet werden. Ob Sie für Ihr Werkstück die XL- oder die kleineren Schablonen, oder Beides im Wechsel einsetzen, ist Ihre Entscheidung.

Etwa nach einer Stunde wird die Masse trocken und hart, läßt sich aber nach Bedarf wieder befeuchten oder auch trocken abschleifen. Wenn das Mauerwerk fertig gestellt und das Ergebnis zur Zufriedenheit ausgefallen ist, sollten die Wände am Puppenhaus mit einem klaren Mattlack versiegelt werden, der sie dauerhaft und wasserfest macht und die fertige Farbe konserviert.

Schritt für Schritt - Anleitung

Die zu bearbeitenden Teile werden nun zurecht gelegt und alle Flächen markiert, die als Mauerwerk erscheinen sollen. Diese werden mit einer matten Dispersionsfarbe ( wir empfehlen Acrylfarbe der Firma Schmincke ) im Fugenton gestrichen. Nach der Fertigstellung wird dieser Anstrich dann als Mörtelfuge sichtbar sein. Nun werden alle Bereiche an den Wänden abgedeckt (z.B. mit Tesakrepp), die nicht als Ziegelwände gestaltet werden sollen, wie Fensterbänke,  Tür- und Fensterrahmen, Simse und Schilder.

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Der nächste Schritt ist die Vorbereitung der Schablonen. Die Rückseite der Schablone wird gründlich mit einem ablösbaren Kleber besprüht, der ein paar Minuten trocknen darf. Wenn die Schablone erneut verwendet wird, so sollte eine zweite Schicht Klebstoff gesprüht werden. Die Schablone sollte sich klebrig anfühlen, aber der Kleber sollte nicht abtropfen, dann lieber etwas länger antrocknen lassen. Um gute Ergebnisse zu erzielen, ist es sehr wichtig, dass die Schablone fest auf der Grundlage klebt, da die Steinmasse sonst unter die Schablone kriechen und die Mörtelfugen verunstalten könnte.

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Es wird eine Portion „Steinmasse“ (Realistic Brick Compound) in der gewünschten Farbe durch Zugabe von Wasser vorbereitet und solange gerührt bis eine glatte und leicht streichfähige Konsistenz erreicht ist. Die Masse sollte glatt sein, aber nicht flüssig, eher breiartig. Die Konsistenz ist nicht unbedingt entscheidend, aber sie hat Einfluss auf die Benutzerfreundlichkeit. Die Masse bleibt solange verwendbar wie sie feucht gehalten wird. Wenn sie zu trocknen beginnt, so wird nur etwas Wasser zugesetzt, eingerührt und schon steht wieder mehr Zeit zur Verfügung.

Dies ist anders als bei Gips, dessen Trocknung sich kaum verzögern läßt. Das macht die Anwendung des Materials sehr einfach. Es kann in eigenem Tempo gearbeitet werden, ohne sich unnötig zu hetzen. Außerdem lassen sich Fehler noch vor dem Trocknen korrigieren, da sich die Masse mühelos entfernen läßt.

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Positionieren Sie nun die Schablone auf die Wand des Hauses (Bild links), so dass die Steine mit den Kanten der Wand richtig ausgerichtet sind und drücken die Schablone gut an. So wird sicher gestellt, dass alle Bereiche im festen Kontakt mit der Wand stehen. Ein „Ausbluten“ der Ziegelmasse unter die Schablone (in die späteren Mörtelfugen) wird auf diese Weise vermieden. Bitte lassen Sie die Schablone an den Kanten herausragen, damit Sie sie später leicht fassen und abziehen können.

Verteilen Sie nun die Masse gleichmäßig über der Schablone. Bei Ziegelmauerwerk gibt die Dicke der Schablone die Höhe der Masse vor. Einfach mit einem Spachtel (z.B. Japanspachtel, Baumarkt, Palettmesser aus dem Künstlerfachgeschäft) die Masse verteilen und über der Schablone Plan abstreichen. Achten Sie bitte darauf, dass alles gleichmäßig bedeckt ist. Die Technik ist ähnlich dem Auftrag von Zuckerguss auf einen Kuchen. Sobald alles glatt und eben ist, vorsichtig die Schablone von der Seite her abziehen. Es ist nicht erforderlich, sogar eher hinderlich, die vollständige Trocknung der Masse abzuwarten.

Bei Natursteinmauerwerk wird die Masse weniger eben, eher ungeichmäßig und dick aufgetragen, um ein grobes Mauerwerk zu erzeugen.

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Die Schablone sollte nun unter klarem Wasser abgespült und zum Trocknen gelegt werden. Am Besten legt man sie zwischen zwei Handtücher auf einer ebenen Fläche aus. Der Kleber der Schablone ist nicht wasserlöslich, so dass die Schablone nach der Trocknung noch klebrig sein sollte. Falls nötig, sollte sie wieder mit Kleber nachgesprüht werden. Sprühen Sie jedoch bitte nicht die Wand an, denn das könnte dazu führen, dass die Masse sich nicht mit der Wand verbindet und demzufolge die Ziegel abblättern.

Der Vorgang kann nun durch die Verwendung derselben Schablone an der Wand fortgeführt werden. Um sicherzustellen, dass das Mauerwerk ohne Absätze und Verwerfungen fortgeführt wird, setzt man die Schablone im vorhandenen, bereits leicht angetrockneten Mauerwerk an und arbeitet sich in die freie Fläche fort. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis die ganze Fläche bedeckt ist.

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Nun kommen wir zu den Hausecken, Kanten, Fensterausschnitten und Türbogen. Die Kanten der Platten werden in ähnlicher Weise fertiggestellt. Es ist jedoch wichtig sicherzustellen, dass die Schablone korrekt an den Ecken so ausgerichtet wird,  dass sich ein Bild von fortlaufenden ganzen Ziegeln ergibt. Somit wäre das Mauerwerk in Sichtziegeloptik soweit fertiggestellt.

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Zur Herstellung von Eckstein - und Mauerkanten gibt es spezielle Detail-Schablonen, die in ähnlicher Weise angewendet werden. Als Erstes wird mit der Ausrichtung am Mauerwerk begonnen, die Stellen mit der Masse bedeckt, dann die Schablone abziehen.

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Um ein Mauerwerk aus Natursteinen anzufertigen, stehen Natursteinschablonen zur Verfügung. Hier wird eine Natursteinschablone (Rough Stone Stencil) mit einem grauen Steinpulver aufgebracht. Die Technik ist ähnlich der Anwendung der Ziegelschablonen, außer dass die Fugen etwas breiter sind und die Oberfläche uneben mit dem Spachtel oder besser einem Palettmesser aufgebracht wird.

Die ist zu empfehlen um ein authentisches raues Erscheinungsbild der Steine zu erzeugen. Obwohl das Steinmuster eher zufällig erscheint, gibt es eine Wiederholung im Muster der Schablone, das es erlaubt ohne sichtbare Absätze fortgeführt zu werden.

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Der letzte Schritt ist das Finish.

Nach der Fertigstellung sollte das Werkstück mehrere Stunden vollständig durchtrocknen. Danach kann es leicht angeschliffen werden, um mögliche Verunreinigungen, unbeabsichtigte Kanten usw. zu entfernen. Es ist zu diesem Zeitpunkt noch relativ leicht, kleine Fehler zu beheben, indem man diese anfeuchtet, abkratzt oder abwischt.

Nach der endgültigen Trocknung ist dies nur noch mit Sandpapier möglich. Erst wenn Sie ganz fertig sind, wird das Klebeband entfernt, mit dem Sie die Flächen abgeklebt hatten, die nicht mit Mauerwerk bedeckt werden sollten. 

Wenn gewünscht, kann das fertige Mauerwerk schattiert werden, um einen authentischen oder verwitterten Effekt zu erzeugen. Aquarell oder Acryl-Farben eignen sich dazu am besten, (z.B. Schminke Akademie Acryl) da das Compound-Material nach dem Trocknen sehr saugfähig ist.

Wenn sanft getönte Acrylfarbe wie zufällig auf die Steine getupft wird, so ensteht dadurch der gewünschte Effekt. Mit ein bisschen Übung kann man das Ergebnis weiter verbessern. Bitte beachten Sie dabei jedoch, dass Sie die Farben nur jeweils geringfügig in verschiedenen Abstufungen ändern. Testen Sie ggf. an einem Muster, wie die Effekte nach der abschließenden Lackierung herauskommen.

Auf dem Bild links können Sie den Unterschied unlackiert (links) lackiert (rechts) gut erkennen. Das rechte Bild zeigt eine fertige Puppenhaus-Hausvariante mit Ecksteinen und allem Drum und Dran.

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Die Oberfläche wird nun durch Auftrag einer Schicht klaren Mattlacks versiegelt. Dadurch wird sie geschützt und  die Farben kommen besser zur Geltung. Bitte verwenden sie keine lösemittelhaltigen Lacke! Geeignet sind Mattlacke auf Wasserbasis, da diese das Material nicht angreifen. In jedem Fall sollte mit Klarlack auf Wasserbasis rasch und in einem Zug gearbeitet werden! Lösunsmittelfreie Sprühlacke sind ebenso geeignet und unproblematisch.

Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es ratsam den Klarlack auf einer kleinen Probe vor dem Einsatz zu testen, da die Ergebnisse sehr variieren können.

Alle im Shop angebotenen Produkte der Firma BromleyCraft-Products können im Shop bestellt werden. Bitte klicken Sie hier! Aus dem Englischen übersetzt mit freundlicher Genehmigung von „Bromly Crafts Produkts“. Dort gibt es auch ein Video das den Vorgang sehr anschaulich darstellt.

Die nachfolgenden Bilder dienen als Anregung zur Gestaltung einer Puppenhaus-Ladenstrasse, die sich aus einem Eckladen und weiteren kleinen Läden zusammensetzt, die als Puppenhaus-Bausatz erhältlich sind.

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