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Silikon-Formenbau

 

Hier zeige ich Ihnen die Steine in der Rohfassung, die für den Puppenhaus-Marktplatz verwendet wurden. Sie finden diesen unter Museumsrundgang .

Als Erstes wurden mit Fimomasse Steinchen in verschiedenen Größen und Formen gefertigt. Daraufhin wurde mit Silikon eine Form gegossen, die mit in Wasser angerührtem Keraminpulver gefüllt wurde. Nach dem Trocknen lassen sich die Steine aus der Form lösen, aufkleben und verfugen. Anschließend wird das Pflaster farblich unterschiedlich, wie Kopfsteinpflaster im richtigen Leben, mit Granitfarbe bemalt.

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Hier sehen Sie einen Rohling - eine Litfaßsäule und die Form hierfür. Das Prinzip ist das Selbe wie bei den Marktplatz - Steinchen. Die Litfaßsäule im Maßstab 1 zu 12 wurde anschließend bemalt und mit Werbeplakaten beklebt. Da sie früher oft im Schaufenster stand, sind die Bilder schon etwas verblasst und sollten doch erneuert werden. Die Höhe beträgt 27,0 cm, der Durchmesser ist 7,5 cm.

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Die Litfaßsäule zur Dekoration im Puppenhausbereich

Hier stelle ich Ihnen zwei Formen für einen Stehtisch vor. Die Silikonform für den Tischfuß wird für den Abguss mit einem Gummiband geschlossen, die Form für die Platte kann offen bleiben. Wie bei der Litfaßsäule und den Steinchen, wird für die Gießmasse Keraminpulver verwendet, das mit Wasser angerührt wird. Ist der Abguss gelungen, so werden die Grate vorsichtig entfernt und die Oberfläche ein wenig mit feinem Sandpapier glatt geschliffen. Anschließend wird der Fuß mit schwarzer Acrylfarbe bemalt und wahlweise gewachst oder lackiert.

Die Tischplatte wird erst mit der gewünschten Grundfarbe bemalt. Daraufhin werden sofort noch im Naßzustand mit Kontrastfarbe ein paar Linien gezogen. So wird ein Marmoreffekt erzielt, der in jeder Farbgebung immer interessant wirkt. Wenn die Platte trocken ist, kann sie ebenso wahlweise gewachst oder lackiert werden. Nun  muß noch die Platte am Tischfuß befestigt werden und fertig ist der Stehtisch, der im Puppenhaus für die unterschiedlichsten Anlässe zu verwenden ist.

In meiner Pension Josephine sind die Stehtische in der Conditorei zu sehen, auch in grau-marmoriert.

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Die Stehtische für das Puppenhaus-Cafe

Hier zeige ich einen Rohling aus Holz, der als Zaunpfosten für den Garten der Pension Josephine angefertigt wurde. Da für den gesamten Zaun sieben Pfosten benötigt werden, war es sinnvoll hierfür eine Silikonform anzufertigen. Die Spitze des Pfostens bildet die Verschlusskappe einer Parfümflasche.

Einfache Form aus Silikon-Kautschuk für den Abguss mit Stewalin, Gips, Zinn o.ä. herstellen:

Einleitung – Das Silikon


Es wird das „richtige“ Silikon benötigt. Für einen Zinnabguss das „rote“ temperaturbeständige, für Stewalin das „weiße“. Das rote würde Stewalin rosa verfärben, das weiße bei einem Zinnguss schmelzen, also Verletzungsgefahr.

Zur Verarbeitung von Silikon:


Die Masse muss vernetzt werden. Teile der Masse die nicht mit dem Vernetzer vermischt werden, bleiben klebrig und die Form wird unbrauchbar. Am besten den Doseninhalt in einen sauberen Gipserbecher geben, Vernetzer nach Anweisung dazugeben und sorgfältig verrühren, dann rasch verarbeiten. Die Masse wird sonst gnadenlos sulzig und dann fest. Darauf achten, dass auch alle Masse am Rand erwischt wird, sonst gibt es die klebrigen Stellen in der Form.

Das Objekt in die spätere Form einbetten:

Dazu das Objekt an die Seitenwand der Form schrauben. Der Fuss schließt mit der späteren Form ab und ist die Eingussöffnung für das Stewalin, Zinn.

Das sieht dann etwa so aus:

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Dann Boden und Seitenwände anfertigen, alles miteinander verschrauben. Achtung: Gips findet wie Wasser immer seinen Weg. Die Ritzen bei Bedarf mit Knete abdichten.

Jetzt sollte Ihr Objekt „frei in der Form“ schweben, nur am Boden gehalten, ringsum Platz für das Silikon.

Den gebauten Holzkasten innen gut mit Trennmittel einstreichen. Das Objekt ebenso bestreichen, da es sonst später untrennbar im Silikon klebt und sich nicht herauslösen lässt. Es gibt im Bastelladen ein spezielles Trennmittel für Silikon.

Jetzt die Form genau bis zur Hälfte Ihres Abgussobjektes mit Gips oder Stewalin (Bastelladen) auffüllen. Es werden sich Blasen unter dem Objekt bilden, was aber erstmal nicht stört.

Sobald der Gips einigermaßen trocken aber noch bearbeitbar ist, alles entnehmen, hierzu den Holzkasten auseinander bauen. Die Kanten versäubern damit später bei der Silikonform saubere Kanten entstehen. Es ist nützlich, in den Gips einige „Dellen“ zu drücken, die später die Form in der korrekten Passform halten werden.

Nun den Kasten wieder zusammen bauen, das Gipsteil wieder hineinlegen. Jetzt Silikon nach Anweisung anrühren und bis oben ausgießen.  Mehrfach „aufstucken“, rütteln, damit alle Blasen aufsteigen. Wenn das Silikon fest ist, wieder entformen, das Gipsteil entfernen, jetzt die andere Seite mit Silikon ausgießen.

Damit sich das Silikon gut durchpolimerisiert, alles eine Woche liegen lassen (auch wenn es schwer fällt, es muss sein)

Die beiden Formhälften entnehmen, das Objekt kann nun gegossen werden. Hierzu eignet sich hervorragend das Stewalin das angerührt wird, dann in die vorbereitete Form ausgießen, aufstocken, damit die Bläschen aufsteigen, trocken werden lassen, entformen.

Auf gutes Gelingen!

 
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Hier sehen Sie den gefertigten Rohling noch in der Form liegend.

 

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Hier wird angerührtes Stewalinpulver in die mit Gummibändern verschlossene Form gegossen.

 
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Der Rest der Gießmasse wurde in die Steinchenform gegossen. Während des Einfüllens zur Vermeidung von Luftblasenbildung wird die Form mit der Flüssigkeit mehrere Male kräftig aufgestoßen.

 
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Nach ca. 10 Minuten kann der Pfosten aus der Form genommen werden. Hier versäubert mein Mann den gerade entnommenen Pfosten.

 
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Hier wird die Verzierung des Pfostens mit Kupferfarbe bemalt.

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Beim übrigen Anstrich des Pfostens wurde die selbe Granitsteinfarbe wie beim Gazebo verwendet.

Wenn Sie wissen möchten wo die fertig bemalten Pfosten ihren Platz gefunden haben, so klicken Sie Hier.